IRT ermittelt Zuschauer-Bedarf an alternativen Tonspuren

In einer Zuschauerbefragung in Kooperation mit dem rbb hat das Institut für Rundfunktechnik sehr interessante Ergebnisse erzielt:

“Neben der Analyse welche Sendungen (Genres) häufig schlecht verstanden werden und was dabei den größten Störeinfluss auf die Sprachverständlichkeit hat, wurde auch ermittelt, dass eine Verbesserung vorranging durch ein Betonen der Stimmklangfarbe und eine eigenständige Lautstärkeregulierung der Sprache erreicht werden könnte. Zudem wäre zusätzlich zur Originalfassung die Bereitstellung von zwei bis drei in der Sprachverständlichkeit verbesserten Tonfassungen erwünscht, unter denen man bei Bedarf auswählen kann.

Genau dieser Ansatz wird derzeit in dem EU-geförderten Projekt HBB4ALL speziell für Hörgeschädigte getestet. Durch eine spezielle Bearbeitung von Frequenz, Dynamik und Mischungsverhältnis fertig produzierter Eingangssignale (Stereo oder 5.1) werden verschieden Tonfassungen erstellt, die je nach Art der Hörschädigung eine bessere Sprachverständlichkeit ermöglichen sollen. Art und Umfang der Bearbeitung der Signale wurde in Hörversuchen festgelegt.”

Wir sind natürlich sehr gespannt auf die konkreten Ergebnisse, besonders wegen der verblüffenden Ähnlichkeit zur EASY-LISTEN-Technologie. Eine praktikable technische Lösung durch Summenbearbeitung für breite Zuschauerschichten wäre ein Meilenstein für das barriererefreie Fernseherlebnis.

Mehr Infos dazu findet man hier.

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