ZEIT FÜR HÖREN IN NEUER QUALITÄT Der Aha-Effekt bei uns – eine wesentliche bessere  Sprachverständlichkeit. Das ist ein toller Beitrag für die  Herstellung von Barrierefreiheit in audiovisuellen  Medien.  Hartwig Eisel, LV Selbsthilfe e.V., Berlin

Easy Listen, entstanden aus einem Forschungstransferprojekt der HFF Potsdam, hat ein weltweit einzigartiges Verfahren zur akustischen Optimierung audiovisueller Medien für Senioren und Hörgeschädigte entwickelt. Erstmals wurden neuste Erkenntnisse aus Hörgeräteforschung und Tontechnik vereint und zur Optimierung von audiovisuellen und reinen Audio-Content eingesetzt.

Das Easy Listen-Verfahren ist ein Remastering-Prozess und kommt in der Medienherstellung zum Einsatz. Die Bearbeitung kann direkt im Anschluß an die herkömmliche Tonmischung stattfinden, oder auch im Nachhinein für älteren Content durchgeführt werden. Als Ausgangsmaterial dienen IT-Bänder oder Stems. Die Integration in den herkömmlichen Produktionsprozess ist dadurch problemlos gegeben. 

Das Ergebnis des Remasterings ist eine eigene Tonfassung, die über sämtliche Distributionswege von Fernsehen über digitales Kino und DVD bis zum Internet als zusätzliche Tonspur angeboten werden kann. Easy Listen ermöglicht den Anbietern audiovisueller Medien damit erstmals, ihren Content für die Bedürfnisse der Zuschauer 50+ und Schwerhörige zu optimieren.

Um Easy Listen nutzen zu können, ist keine zusätzliche Technik beim Zuschauer erforderlich. Es kann über die gängigen Übertragungswege empfangen werden. Im Kino können Hörgeräteträger mittels Induktionstechnik das Tonsignal einfach in ihre Hörhilfe einspeisen. Aber auch die Nutzung über Kopfhörer ist dort problemlos möglich.

Die Technologie wurde ab 2006 an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg entwickelt. Die Forschungsarbeit wurde unter anderem in Kooperation  mit dem Fraunhofer Institut für Digitale Medientechnologie (IDMT) in Oldenburg geleistet.