HÖREN IM ALTER

 Permanente Sprachverständlichkeits-Probleme im Fernsehen  – besonders wenn die Filmmusik läuft –  sind leider die Regel. 

Jörg Czernicki, Hörgeräteträger, Berlin

Das Phänomen kennt jeder: je älter, desto lauter der Fernseher. Und das sogar bei manchem trotz Hörgerät oder spezieller AV-Kopfhörer. Kein Wunder, denn in Deutschland leben 20 Millionen Best Ager, Senioren und Schwerhörige, die mit der Audioqualität nicht zufrieden sind. Weil sich ihre Wahrnehmung verändert hat, nicht aber die Medien. Insbesondere das Sprachverständnis leidet darunter.

Ist mal wieder die Musik zu laut? Bereits ab dem 50. Lebensjahr ist rund jeder Vierte von der Problematik betroffen, aber auch so manch Jüngerer hat bereits Schwierigkeiten mit der Sprachverständlichkeit beim Medienkonsum. Es wird dadurch anstrengend, dem Filmverlauf zu folgen, außerdem muss man ständig die Lautstärke nachregulieren. Und dass gilt für sämtliche Medien: vom Fernseher über die DVD bis zum Kino.

Die Ausprägung dieser Problematik ist bei jedem Menschen individuell und verändert sich mit zunehmendem Alter. Die meisten Menschen betrachten sich selbst nicht als schwerhörig, haben aber sehr wohl den Wunsch nach einer optimierten Audioqualität. Die Spanne reicht vom 50jährigen Durchschnittszuschauer, der nur ab und zu Schwierigkeiten hat über Hörgeräteträger bis zum hochgradig Schwerhörigen mit Cochlea-Implantat. Alle eint der Wunsch nach einem besser an ihre Bedürfnisse angepassten Angebot.